11.11.2001
"Experimentelles Wandern – Studien über den banalen Zufall"

im Rahmen der Ausstellung "Auf offener Strasse" im Künstlerhaus Bethanien, Berlin-Kreuzberg

Mit einem zufällig zusammengefundenen Team von Ausstellungsinteressierten (8 Leute) sind wir eineinhalb Stunden durch Kreuzbergs Strassen gezogen (nach einem von uns vorgegebenen Plan), und jeder hatte die Aufgabe, ungefähr 6 auffällige Dinge von der Erde, im Müll oder sonstwo aufzusammeln, einzutüten und den Fundort auf seinem Stadtplan zu markieren.

Vorher hat jeder eine für ihn / sie wichtige Frage gestellt und ins mitgenommene Merkheftchen geschrieben bzw. eine von unseren vorgefertigten Fragen gezogen. Die Fragen konnten geheim bleiben.

Wieder zurück im Treffpunkt haben wir versucht, die Fundsachen (ohne die Frage zu kennen!) zu interpretieren. Irgendeinen Sinn oder ein Thema zu entdecken.Teilweise ist Erstaunliches dabei herausgekommen. Wir merkten, dass die Frage im Grunde gar nicht so wichtig ist, die Fundstücke geben eher einen Überblick über die Person und die Situation, in der sie gerade steckt!

Drei der acht Leute haben auf ihren Stadtplänen die genauen Fundorte angekreuzt, und wir haben mit unserem Zahlenraster sechs Zahlen extrahiert. Wir haben sie im nächsten Lotto gespielt und hatten drei Richtige!!

Hier kann man die einzelnen Fundstücke und deren Interpretationen sehen:

Sibylle geht aus

Gibt es Gott?

Else

Rikes Glitzerwelt

Fisch essen

weich

Stadt & Land

alle Fotos vom 11.11.2001: Sabine Zeller