Treffen in Kyoto

Reiner und ich hatten die ersten 4 Wochen unserer zweimonatigen Japanreise in Kyoto verlebt. An unserem letzten Tag in Kyoto wollten wir noch Bargeld bei einer Bank einlösen um genug für unsere bevorstehende Japanrundreise dabei zu haben. Aber es gab Probleme. Nach einer ewig langen Wartezeit, bedeutete man uns, daß wir unsere Schecks dort nicht einlösen könnten, für uns völlig unverständlich, denn wir hatten vorher schon einmal reibungslos unser Geld ausgezahlt bekommen.

Genervt machten wir uns auf den Weg zu einer anderen Bank einige Straßenzüge weiter, bogen um eine Straßenecke und liefen direkt in die Arme von Reiners ehemaliger Meditationslehrerin aus Frankfurt, eine sehr gute Freundin von ihm. Sie war gerade an diesem Tag in Kyoto angekommen und war auf dem Weg zu ihrer ersten Stadtbesichtigung. Nicht daß es schon schräg genug gewesen wäre, sich am anderen Ende der Welt zu treffen, es mußte auch noch unser letzter Tag und ihr erster Tag in Kyoto sein und bedurfte einer Bank, die entgegen der üblichen extremen Freundlichkeit der Japaner uns nicht bedienen wollte und dies auch erst nach einer längeren Wartezeit erklärte.

Ein verdammt schmaler Zeit- und Raumkanal um sich zu treffen! Alle zusammen setzten wir uns ins nächste Restaurant und freuten uns darüber.

Gesine Jochems