Der Zufall in der Physik

In der Physik sind Zufälle zunächst einmal Störfaktoren, die das Ergebnis von Versuchsanordnungen verfälschen....

Galilei erkannte, dass, wenn Kugeln eine schiefe Ebene herunterrollen und sich dann auf einer ebenen Unterlage fortbewegen, sie irgendwann durch Reibung und Luftwiderstand zum Stillstand kommen.
Gleichförmige, geradlinige Bewegung oder Stillstand wäre der natürliche Zustand aller Objekte, gäbe es keine äußere „Stör“fälle.

Man muß von der realen Welt abstrahieren, um „saubere“ Gesetzmäßigkeiten betrachten zu können, um Naturgesetze aufzudecken. Die Kausalität in der Physik ist eine Idealisierung!

Viel Geld wurde ausgegeben für so wichtige Experimente wie „Wir lassen einen Metallstab in einem idealen Raum fallen, in dem alle Einwirkungen der Außenwelt ausgeschlossen werden und messen die Beschleunigung”. Aber: es gab immer kleine Unterschiede in den Meßreihen!

Alles verursacht alles andere
(Lineare Kausalität = eins verursacht das andere, z.B. eine Billardkugel wird angestoßen, stößt die nächste an etc. und die letzte fällt ins Loch.)

Der Mond schafft die Gezeiten, „das Aufheben einer Billardkugel auf dem viele Lichtjahre entfernten Stern Alpha Centauri reicht aus, um im Bruchteil einer Sekunde die geordnete Bewegung eines Gases hier auf der Erde völlig durcheinander zu bringen“ (aus „Synchronizität - Die verborgene Ordnung”, F. David Peat)

Kein Beobachter lässt das Beobachtete unverändert!
Heisenberg: „Der Beobachter mischt sich in das System ein, das er untersucht.”